Zwischen Tagliatelle und Transformation: Meine Highlights aus 2024
- Jutta Baur

- 1. Jan.
- 7 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 3. Jan.
Deutsch, französisch und grenzenlos geliebt: Willkommen, kleiner Victor
2024 war ein Jahr, das mich in vielerlei Hinsicht tief berührt und verändert hat. Das wohl größte Highlight war die Geburt meines Enkels – ein Ereignis, das so viel Freude und Liebe in unsere Familie gebracht hat. Er ist zur Hälfte deutsch und zur Hälfte französisch. Das macht ihn für mich zu einem ganz besonderen Symbol. In einer Zeit, in der Grenzen plötzlich wieder mehr Bedeutung zu haben scheinen, als sie sollten, erinnert mich sein kleiner Lebensanfang daran, wie wichtig Freundschaft und Zusammengehörigkeit zwischen Ländern ist.
Diese Verbindung, die in ihm lebt, ist eine schöne Erinnerung daran, dass Unterschiede uns bereichern und Liebe keine Grenzen kennt. Ich fühle mich unglaublich dankbar, Teil seiner Welt zu sein und freue mich darauf, ihn aufwachsen zu sehen. Mit zwei Sprachen, zwei Kulturen und hoffentlich einer großen Portion Lebensfreude.

Fitness, Food und Foxtrott: Meine neue Leichtigkeit
Auch für mich selbst hat sich in diesem Jahr einiges verändert. Ich habe mich entschlossen, meine Ernährung komplett umzustellen. Das hat mehr Auswirkungen gehabt, als ich mir anfangs vorstellen konnte. Es ging mir nicht darum, einem bestimmten Trend zu folgen, sondern wirklich hinzuhören: Was tut meinem Körper gut? Welche Lebensmittel geben mir Energie? Diese Reise war nicht immer einfach, aber sie hat mir eine neue Wertschätzung für das gezeigt, was ich esse. Ich fühle mich nicht nur leichter und fitter, sondern auch bewusster. Es ist, als hätte sich mein gesamter Blick auf das Leben mit dieser Entscheidung verändert.

Gleichzeitig habe ich begonnen, viel mehr Sport zu machen. Eine Entscheidung, die ich fast als Erweiterung meiner neuen Ernährungsweise sehe. Bewegung ist für mich zu einem Anker geworden, zu einem Moment, in dem ich mich nur auf mich selbst konzentrieren kann. Wer hätte das gedacht. Schließlich war mein zweiter Vorname früher Couchpotato.
Egal ob Tanzclub, Workouts oder einfach ein paar bewusste Bewegungen am Morgen: Ich habe festgestellt, wie viel Kraft in diesen kleinen, regelmäßigen Ritualen steckt. Es ist nicht nur mein Körper, der davon profitiert, sondern auch mein Geist. Ich fühle mich ausgeglichener, wacher und insgesamt zufriedener.
2024 war also ein Jahr des Wachsens – durch meinen Enkel oder durch Veränderungen in meinem Alltag und durch das Bewusstsein, dass man nie zu alt ist, um sich selbst neu zu erfinden.
Tinte trifft Seele: Mein Jahr, in dem Worte Flügel bekamen
2024 war für mich auch ein Jahr der Worte. Ich habe so viel geschrieben wie noch nie zuvor, und jedes einzelne Wort fühlte sich wie eine Brücke an. Als eine Verbindung zwischen meiner eigenen inneren Welt und den Menschen, die meine Texte lesen. Das Schreiben ist für mich mehr als nur ein kreativer Ausdruck. Es ist mein Weg, um meine Spiritualität mit anderen zu teilen. All das, was mich bewegt, inspiriert und manchmal auch herausfordert, fließt in meine Texte.

Dabei geht es mir nicht darum, Antworten zu liefern oder fertige Wege zu zeigen, sondern um das gemeinsame Entdecken. Ich möchte dazu bewegen, tiefer zu fühlen, genauer hinzusehen und vielleicht auch die eigene Spiritualität in einem neuen Licht zu betrachten. Oft sind es die kleinen Dinge, die dabei die größte Wirkung haben: eine Erfahrung, eine Beobachtung, ein Gedanke, der nachhallt. Meine Texte sind mein Beitrag, um etwas von der Schönheit, der Tiefe und manchmal auch der Herausforderung, spirituell zu leben, weiterzugeben.
In diesem Jahr habe ich immer wieder Rückmeldungen bekommen, wie meine Worte Menschen berührt haben. Das ist für mich das größte Geschenk. Es zeigt mir, dass das, was aus meinem Inneren entsteht, auch bei anderen ankommt. Ein oftmals leiser, doch intensiver Austausch. Darum schreibe ich: um zu verbinden, zu inspirieren und auch selbst zu wachsen.
Vom Atlantic zur Renaissance: Ein Jahr auf den Spuren des Besonderen
Nein, kein Schreibfehler.

Das Jahr begann für mich stilvoll in Hamburg, mit einer ausgelassenen Party im Hotel Atlantic. Es fühlte sich fast wie ein Film an: die Eleganz des Ortes, die Musik, das Glitzern der Lichter und das Gefühl, dass alles möglich ist. Ein Jahresanfang, der in mir eine Energie geweckt hat, die mich durch die kommenden Monate getragen hat.
2024 war auch ein Jahr des Unterwegsseins – und jede Reise hatte etwas ganz Besonderes für mich.
Ganz wichtig: Prag! Diese Stadt hat für mich etwas Magisches. Die altehrwürdige Karlsbrücke im morgendlichen Nebel, die verwinkelten Gassen der Altstadt, das goldene Licht, das sich in den Fenstern der kleinen Cafés spiegelt. All das hat mich tief berührt. In Prag habe ich stets das Gefühl, dass Zeit eine andere Bedeutung hat. Ich wandle zwischen Geschichte und Gegenwart. Sollte ich früher schon einmal gelebt haben, dann sicher dort. In dieser Stadt finde ich in mir selbst eine Balance, die mich bereichert. So, als würde die Stadt mir flüstern: „Manchmal genügt es, still zu sein, und du wirst alles hören, was wichtig ist.“
Später im Jahr führte mich mein Weg nach Bologna. Der absolute Genuss. Es war ein kleiner Traum, in Bologna Tagliatelle Bolognese zu essen. Und ich sage dir: Es schmeckt dort wirklich anders, ehrlicher, authentischer. Vielleicht lag es an der Luft, vielleicht an der Atmosphäre der Arkaden, vielleicht daran, dass ich es mir einfach bewusst gegönnt habe.

In der Toskana habe ich mir dann Zeit genommen, um zur Ruhe zu kommen und gleichzeitig Neues in mir zu wecken. Villa Palagione – allein der Name klingt wie ein Gedicht, oder? Für mich ist dieser Ort so etwas wie ein verzauberter Rückzugsraum.
Dort habe ich an meinen Italienischkenntnissen gefeilt, aber auch Inspiration gesammelt. Manchmal genügt es, auf die weichen Hügel zu schauen und plötzlich ist da wieder dieser Funke, diese Idee, die irgendwo zwischen Himmel und Erde auf einen wartet.
Was noch fehlt? Zwei meiner liebsten Landschaften: die Alpen und das Fichtelgebirge. Die Alpen sind immer wieder eine Herausforderung, mit ihren klaren Höhen und den ehrfurchtgebietenden Gipfeln, aber sie geben mir auch Kraft.
Im Kontrast dazu ist das Fichtelgebirge für mich ein Zuhause. Und das ganz wörtlich. Jeden Monat nehme ich mir eine Woche Zeit, um im Haus meiner Oma zu sein, das ich übernommen habe. Es ist ein Ort voller Erinnerungen und Geschichten, die mich erden und daran erinnern, woher ich komme. Dort finde ich eine Ruhe, die ich nirgendwo sonst spüre, und vielleicht auch einen Hauch von dem, was Heimat wirklich bedeutet.
Jede dieser Reisen hat in mir etwas hinterlassen – von der Eleganz Hamburgs über den Geschmack Bolognas bis hin zur Schönheit der Toskana und der Vertrautheit des Fichtelgebirges. Ein Jahr, das mich in Bewegung gehalten und mir gleichzeitig so viele Ankerpunkte geschenkt hat.
2024 war nicht laut, aber dafür meins: Genau darauf bin ich stolz
Wenn ich auf 2024 zurückblicke und mich frage, worauf ich wirklich stolz bin, dann ist es vielleicht nicht das, was auf den ersten Blick ins Auge fällt. Ja, da sind all die großen und kleinen Meilensteine, die Reisen, die Veränderungen, die neuen Erfahrungen. Aber was mich am meisten berührt, ist die Erkenntnis, dass ich mir treu geblieben bin.
Es gab in diesem Jahr viele Momente, in denen ich hätte anders entscheiden können, mich vielleicht anpassen oder verbiegen, um es jemand anderem leichter zu machen. Doch ich habe gelernt, auf meine innere Stimme zu hören und meinen Weg zu gehen. Nicht immer der einfachste.

Ich bin stolz darauf, ehrlich mit mir selbst zu sein. Mir die Zeit zu nehmen, wirklich hinzuspüren, was ich brauche und was nicht. Mich von Erwartungen zu lösen, die sich irgendwann wie unsichtbare Fäden um mich gelegt hatten. Es ist eine stille, unsichtbare Arbeit. Niemand klatscht dafür, es gibt keine Fotos davon, keine Schlagzeilen. Aber ich spüre, wie sie mich innerlich stärker macht. Das ist nichts, was ich nach außen tragen muss. Es reicht, dass ich es in mir spüre.
Doch da gibt es noch etwas:
Ein Punkt, der mir am Herzen liegt. Ich habe meine Homepage neugestaltet. Was nach einem nüchternen Projekt klingt, war für mich viel mehr. Es war wie ein Spiegel meiner Entwicklung. Jede Entscheidung, jeder Text, jedes Bild trägt einen Teil von mir in sich. Jetzt fühlt sich meine Website wirklich so an, als würde sie meine Werte und meine Botschaften klar und authentisch zeigen.
Und dann noch eine Sache, die mich wirklich erfüllt: Ich habe begonnen, an meinem dritten Buch zu schreiben. Die ersten Worte auf einer leeren Seite haben immer etwas Magisches, fast wie ein Versprechen an mich selbst. Es fühlt sich an, als hätte ich ein neues Kapitel in meinem Leben aufgeschlagen. Dieses Projekt ist noch in den Kinderschuhen, aber es trägt jetzt schon viel von meiner Leidenschaft und meinen Gedanken in sich.
2024 war für mich ein Jahr der Tiefe. Kein Jahr voller lauter Erfolge, sondern eines, das mich näher zu mir selbst gebracht hat. Und darauf bin ich wirklich stolz.
Neues Jahr, neues Glück? Nein, neue Möglichkeiten! Mein 2025
2025 fühlt sich an wie eine leere Leinwand, die nur darauf wartet, mit Farben, Geschichten und neuen Wegen gefüllt zu werden. Ich habe keine festen Vorsätze, aber eine klare Richtung: weiterhin bei mir zu bleiben und meinem Leben Raum für Entwicklung zu geben.

Es gibt ein paar Dinge, die ich mir wünsche. Mehr Zeit für Begegnungen, die mir wirklich am Herzen liegen. Ich möchte noch tiefer in das eintauchen, was mich inspiriert – sei es in meinen Projekten, auf Reisen oder in stillen Momenten mit mir selbst. 2024 hat mir gezeigt, wie viel Kraft in der Verbindung mit mir selbst steckt, und genau das möchte ich weiter pflegen.
Vielleicht wird 2025 ein Jahr voller Überraschungen. Das liegt mir. Ich möchte neugierig bleiben, aufgeschlossen für das, was kommt, und gleichzeitig bereit, bewusst Nein zu sagen, wenn etwas nicht zu mir passt. Es ist diese Balance, die ich mitnehmen möchte: die Freiheit, Neues auszuprobieren, und die Sicherheit, meinen eigenen Raum zu bewahren.
Ich bin gespannt auf die Menschen, die Wege, die Geschichten, die mich im kommenden Jahr erwarten. Vor allem aber freue ich mich darauf, weiterhin zu wachsen – auf meine Art, in meinem Tempo, mit viel Freude und vielleicht auch einem kleinen Quäntchen Mut.
2025, ich bin bereit!
Fehlt noch was?
Vielleicht ein paar Fotos einer, meiner Leidenschaften: Ich liebe es, zu Konzerten, Ausstellungen und Veranstaltungen zu gehen. Von Elbphilharmonie in Hamburg bis Palais Liechtenstein in Prag zur Philharmonie in Köln...hier ein kleiner Querschnitt:






















Zwischen Tagliatelle und Transformation. Was für eine Bezeichnung für 2024! Du schreibst so wunderbar, Deine Worte fließen, liebe Jutta. Mir geht es wie Dir, die wichtigsten Dinge passieren im Stillen, fast unbemerkt. Und - nein - eine Website ist kein leichtes Projekt, es ist viel Arbeit. Danke für Deinen Einblick in das Jahr und ganz viel Freude mit Deinem Enkel. Hab' ein magisches 2025! Liebe Grüße, Marita
Liebe Jutta,
was für ein wundervoller Jahresrückblick! So viel Dankbarkeit und Liebe, besonders wenn du von der Geburt deines Enkels sprichst.
Toll, dass du dich auf die Suche gemacht hast nach dem, was dir guttut. Wir sind eben nie zu alt, um uns selbst neu zu erfinden ;-)
Danke auch für deine Reise-Impressionen - von Hamburg bis Prag - sehr lebendig klingt das und total schön zu lesen, auf welche Weise dich jeder Trip bereichert hat.
Ich wünsche dir für 2025, dass dir dieses Jahr all das bringt, was dein Herz begehrt. 💛
Herzliche Grüße, Caroline
Liebe Jutta
Oma werden ist etwas ganz besonderes. Jetzt darfst Du Oma Sein erleben. Klasse, was Du für Reisen machst, und was Du da so alles machst. Auf die innere Stimme hören, ist ein guter Weg, den ich auch in 2025 noch mehr machen möchte. Liebe Grüße Andrea
Liebe Jutta,
das Lesen deines Beitrages hat mich sehr abgeholt, ich konnte alles fühlen und in deine Gedanken eintauchen. Ich mag deine Art zu schreiben sehr. Besonders der Satz: "... das Bewusstsein, dass man nie zu alt ist, um sich selbst neu zu erfinden" ist bei mir tief gelandet. Es ist auch meine persönliche Erfahrung in den letzten Jahren. Nein, zum Glück sind wir nie zu alt!
Deine Reiseberichte sind so wunderbar erzählt, dass ich wirklich ein Gefühl hatte, als Zuschauer mit dort gewesen zu sein. Danke für diese kleine Auszeit.
Deine Gedanken zur inneren Arbeit berühren mich sehr. Nein, niemand klatscht dafür, wenn wir in dieser lauten und turbulenten Zeit geschafft haben, bei uns selbst zu bleiben. Es ist…
Liebe Jutta
Einfach nur schön, deine Worte und die Bilder…
Du hast mich (unter anderem) gedanklich in mein Herzensland gebracht…Danke 🙏
Anke