Hi, ich bin Jutta
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Wie schön, dass du den Weg zu meiner Seite gefunden hast.
Ich schreibe über Selbsthilfeliteratur, Neurowissenschaften und weibliche Spiritualität, aber ohne Räucherwolke, Erfolgsgetöse und schöne Sätze, die im echten Leben wenig verändern.
Mich interessiert eine ziemlich einfache, aber unbequeme Frage:
Warum verstehen wir so viel und leben trotzdem oft weiter wie vorher?
Genau darüber schreibe ich. Über Bücher, die uns berühren. Über Sätze, die sofort einleuchten. Über Aha-Erlebnisse, die sich groß anfühlen und dann doch im Alltag versanden. Und über das Nervensystem, das seine eigenen Regeln hat.
Ich bin gelernte Pädagogin, Autorin, Mutter von zwei erwachsenen Kindern, Nenna von zwei wunderbaren Enkeln, Ehefrau und Mensch eines Labradors namens Justus, der mit erstaunlicher Überzeugung durchs Leben stapft.
Früher habe ich hauptamtlich in einer psychosozialen Beratungsstelle gearbeitet. Dort begleitete ich Angehörige schwer kranker Menschen. Diese Arbeit hat mich geprägt. Manche Geschichten blieben bei mir, auch nach Feierabend. Sie haben mir gezeigt, wie viel Kraft Menschen entwickeln können, wenn sie ehrlich mit dem Leben ringen, und wie wenig fertige Antworten manchmal helfen.
Aus dieser Zeit stammt mein Interesse an innerer Veränderung. Später kamen die Neurowissenschaften dazu. Ich wollte genauer verstehen, warum Einsicht allein selten reicht. Warum unser Gehirn alte Bahnen bevorzugt. Warum der Körper schneller reagiert als der Verstand. Und warum echte Veränderung weniger mit großen Vorsätzen zu tun hat als mit kleinen, wiederholbaren Erfahrungen.
Gerade schreibe ich an einem Buch über Selbsthilfeliteratur.
Es geht um die Frage, warum so viele Ratgeber gelesen, markiert und verstanden werden, während das eigene Verhalten erstaunlich stabil bleibt. Meine Antwort darauf ist klar: Lesen kann viel anstoßen. Verändern lernen wir im Leben selbst, Schritt für Schritt, über Wiederholung, Körpergefühl und konkrete Handlung.
Spiritualität spielt in meiner Arbeit weiterhin eine Rolle, aber bodenständig. Für mich bedeutet sie, tiefer zu schauen, ohne abzuheben. Sie verbindet Klarheit mit Sinn, Verstand mit innerem Wissen, Alltag mit einer größeren Perspektive. Ich mag Spiritualität, die stärkt, statt zu vertrösten. Die Fragen stellt, statt fertige Wahrheiten zu verteilen.