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Mit Resonanzatmung zur Ruhe kommen

  • Autorenbild: Jutta Baur
    Jutta Baur
  • 7. Mai 2024
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. März


Stress? Anspannung? Ärger? Angst? Erst einmal tief durchatmen! Merkst du, wie sich etwas in dir löst? Das was wir automatisch machen, wenn wir einer belastenden Situation gegenüberstehen, hilft unserem Körper nicht nur dabei, genügend Sauerstoff zu bekommen, sondern beruhigt gleichzeitig unser Nervensystem. Eine wunderbare Möglichkeit, um das für Gesundheit und Entspannung zu nutzen.


Warum wir oft falsch atmen

Ein durchschnittlicher Erwachsener atmet rund 23.000 Mal am Tag. Doch die meisten Atemzüge sind flach, hektisch und unbewusst. Unsere Lunge wird dabei nur teilweise genutzt. Und sobald Stress hinzukommt, atmen wir noch schneller, pressen die Luft in die Brust und haben das Gefühl, kaum genug Sauerstoff zu bekommen.


Mädchen hält eine Pusteblume in der Hand

Von der Steinzeit bis heute: Warum Stress unsere Atmung verändert

Zu Zeiten von Säbelzahntiger und anderen rabiaten Zeitgenossen, war diese Reaktion völlig angebracht. Da hieß es schließlich kämpfen oder nichts wie weg. Beides sind physische Aktivitäten, für die der Körper jede Menge Sauerstoff benötigt. Erst wenn die Sache geklärt war, konnte man wieder entspannen und kehrte zu einer ruhigen Atmung zurück. Damit senkten sich Blutdruck, Herzschlag und Stresshormone.


Heute gibt es keine Raubtiere mehr, aber unser Körper reagiert genauso wie damals. Ob auf eine Deadline, Streit oder finanzielle Sorgen. Unser Nervensystem erkennt den Unterschied nicht. Es fährt das volle Stressprogramm hoch, selbst wenn wir nur im Stau stehen.


Die Atmung: Dein direkter Einfluss auf das Nervensystem

Hier kommt die Atmung ins Spiel. Sie ist die einzige Funktion unseres autonomen Nervensystems, die wir bewusst steuern können. Dein Herzschlag, deine Verdauung – all das passiert automatisch. Aber dein Atem? Den kannst du jederzeit verlangsamen. Und das verändert alles.


Langsam ein, noch langsamer aus. Wer regelmäßig tiefer und ruhiger atmet, beruhigt seinen Puls, entspannt die Muskeln und bringt das Nervensystem aus dem Alarmmodus heraus. Das ist kein esoterischer Hokuspokus, sondern wissenschaftlich belegt.


Resonanzatmung – die beste Methode für mehr Ruhe

Eine Metastudie im American Journal of Cardiology hat gezeigt: Langsames, bewusstes Atmen reduziert messbar die Herzfrequenz und wirkt sich positiv auf das gesamte Herz-Kreislauf-System aus. 

Besonders effektiv ist die sogenannte Resonanzatmung:

🔹 4 Sekunden einatmen – 6 Sekunden ausatmen

🔹 Oder 5 Sekunden ein – 7 Sekunden aus


Das Tempo zählt: Ein längeres Ausatmen aktiviert den Entspannungsmodus deines Körpers.

Falls du Unterstützung möchtest, probiere eine Atem-App aus. Eine der besten (und kostenlosen) ist „The Breathing App“. Sie zeigt auf dem Bildschirm eine sanfte Bewegung. Du atmest ein, wenn sie sich ausdehnt und aus, wenn sie sich zusammenzieht. Ideal, um ohne großen Aufwand in einen ruhigeren Rhythmus zu kommen.


Atmung braucht keine Extra-Zeit – nur Bewusstsein

Das Beste: Du brauchst keine extra Zeit für diese Übung. Atme bewusst, während du wartest, in der Schlange stehst oder vor dem Einschlafen. Es fällt nicht einmal auf. Aber dein Körper spürt den Unterschied.


Und es gibt noch mehr: Dein Atem beeinflusst auch deine Emotionen. Wenn du dich ängstlich oder angespannt fühlst, ist dein Atem oft flach und stockend. Umgekehrt funktioniert es aber genauso: Wenn du bewusst ruhiger atmest, sendest du deinem Gehirn das Signal, dass alles in Ordnung ist. Dein Körper reagiert sofort – dein Puls wird langsamer, deine Muskeln entspannen sich, dein Kopf wird klarer.


Probier es aus: 4 Sekunden ein… 6 Sekunden aus… Spürst du, wie sich dein System ruhiger wird?


Probiere die Resonanzatmung doch einfach einmal aus.


Sei freundlich mit dir


Herzlichst

Jutta

 
 
 

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